Über-Schrift: Fading senses. Gestammelte Werke.



„Lebensweisheiten, von deren Feststellung sich das Leben distanziert”



So isses:
 

Oft ist nicht Kritik das Problem, sondern die Art ihrer Vorbringung.

Nichts ist so gut, daß es sich nicht noch verbessern ließe.
Hoffnung ist das Prinzip der Verdrängung und Verkennung der Realität und ihrer Hoffnungslosigkeit.
Es ist frustrierend, wenn nur man selber von seiner Genialität überzeugt ist...
Auf der Bühne des Lebens spielen wir alle bloß eine Rolle. Aber es ist gut zu wissen, daß man überhaupt irgendwie eine Rolle spielt.
Fehlverhalten sollte man nicht mit Tradition entschuldigen.
Man soll sich nicht verstellen oder den Weg oder Bücher im Regal.
Wer den Mund zu voll nimmt, soll sich nicht wundern, wenn er auch mal einiges schlucken muß.
Je mehr man über die Welt weiß, um so weniger geheimnisvoll ist sie.
Wir werden das Kind schon schaukeln, wenn es in den Brunnen gefallen ist.
Es heißt, man könne jede Mark nur einmal ausgeben. Das stimmt nicht, denn wenn man sie richtig investiert, bekommt man sie mit Dividende zurück. Gleiches gilt für Zeit: jede richtig eingesetzte Minute kann einem einen Zeitgewinn bringen.
Jobsuche: die Hoffnung, unterzukommen ohne unterzugehen.
So unglaublich es klingen mag: Beim Telefonieren muß man tatsächlich nur die Distanz zum Hörer akustisch überbrücken.
Wer nie Konsequenzen zieht, zieht leicht den Kürzeren.
Erstaunlich, wie wenig sich die Unterhaltungselektronikindustrie am Käufer orientieren. Selbst zu den simpelsten Denkprozessen scheint man nicht bereit.
Bei manchen Kunstwerken besteht die eigentliche Kunst im Verstehen des Werkes.
Der erste Einfall ist nicht immer auch der beste Einfall, sondern oft nur eine gute Grundlage für die Entwicklung eines Konzeptes.
Mit vollem Mund und fremden Leuten spricht man nicht.
Mit angenehmen Zeitgenossen setzt man sich gerne zusammen, mit unangenehmen nicht einmal auseinander.
Übrigens spielt man nie mit dem Leben, nur um sein Leben, denn das Leben ist der Einsatz, nicht der Gegner.
Er kämpfte mit dem Leben und verlor.
Nadeln, scharfe Zungen und spitze Worte gehen unter die Haut.
Durch Distanz weicht die plastische Räumlichkeit einer platten Flächigkeit.
Weil er nicht mehr weiter weiß, kocht in ihm der Eiter heiß.
Nicht jeder kann es gut ertragen, hat er nur einmal nicht das Sagen.
Gar grausam kann das Schicksal sein, ist man mit seinem Zorn allein.
Wer andern eine Blöße gibt, fällt selber auf die Nas' damit.
Wenn man alles verloren hat, ist Hoffnung das einzige, das einem bleibt.
Vorhaltungen können auch mal hinterhältig sein.
Rechtsanwälte leben davon, daß sie Prozesse führen, nicht jedoch davon, daß sie sie auch gewinnen.
Prüfungen sind dazu da, daß man sie besteht, nicht, daß man sie nicht besteht.
Beweisen läßt sich Existenz fast immer, Nichtexistenz fast nie.
Zeit kann man nur investieren, wenn man viel davon hat. Mit der Arbeit hingegen ist es umgekehrt.
Wer sich nicht ausweist, wird ausgewiesen.
Wer nicht schnell bedient wird, ist schnell bedient.
Lieber Kleingeld als kein Geld.
Es ist nicht alles Geld, was zählt.
Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Aber das tut Baldrian auch.
Wer Erbsen zählt, zählt oft nicht viel.
Geld ist nicht alles. Doch alles andere ist Zusatz, nicht Ersatz.
In der Pubertät werden Eltern schwierig.
Das größte Problem an Makeln ist die Reaktion der Umgebung.
Je geringer das eigene Selbstvertrauen, desto eher fällt man auf Schwätzer herein.
Auch gesagte Worte können ausgelassen klingen.
Auch ein Problem, das anhält, geht weiter.
Bemutterung ist nicht selten eine Form von Egoismus und kann mitunter neurosenähnliche Formen annehmen.
Was werden die Leute denken?: "Was werden die Leute denken?" Ist doch klar (klar sind nicht mal meine Fenster).
Was sollen nur die Nachbarn denken? Kein Problem: Meine Nachbarn denken nicht...
Genieße jede Zigarette, denn es könnte deine letzte sein.
Es kommt nicht darauf an, was man auf seinem Kopf hat, sondern was man in seinem Kopf hat. (Der Hut ist belanglos, was zählt ist das Gebiß.)
Die meisten Tippfehler passieren beim Lottospiel.
Überlegung zur Existenz paralleler Universen: Materie besteht aus Wellen, was die Umwandlungsmöglichkeit zwischen Materie und Energie erklärt. Bei Dolby Surround lassen sich Wellen so ineinander verschachteln, daß sie sich nicht gegenseitig beeinflußen, man nur eine Wellenform wahrnimmt, aber auch eine andere gleichzeitig existiert.
Sometimes it's not easy being a genius.
Als Genie muß man geboren sein, dazu kann man in einem einzigen Leben gar nicht werden.
Die Hausmarke von C. Elect. steht nicht gerade für Qualität. Aber dafür steht bei denen sowieso niemand gerade.
Hoffe das Beste - das Schlimmste geschieht von selbst.
Zufriedenheit erreicht man, indem man seine hohen Ziele seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten anpaßt. Ehrgeiz ist der Versuch, den umgekehrten Weg zu gehen.
Neurosen sind seltsame Gewächse, die von manchen Leuten besonders gehegt und gepflegt werden und am besten gedeihen auf einem Boden aus Angst, Frustration und Unsicherheit.
Wahre Dummheit ist, wenn man sich der Dummheit seines Tuns bewußt ist und seine Handlungsweise dennoch nicht ändert.
Dabeisein ist alles, wenn man gewinnt.
Homöopathie ist die Behandlung mit wirkstofffreien Präparaten, den Aberglauben einfältiger Naturen ausnutzend, ein Wirkstoff, der aus dem Präparat restlos eliminiert wurde, entfalte weiterhin in diesem seine Wirkung. Also im Prinzip etwas für Horoskopgläubige (man verzeihe mir diese Voreingenommenheit...). Und letztendlich nur autosuggestive Kräfte ausnutzend, die die "Opfer" auch dann besäßen, wenn sie den "Tätern" kein Geld in den Rachen werfen würden - Placeboeffekt. Da kann man doch gleich das Klärwasser von Ratiopharm trinken. Ich möchte gar nicht bezweifeln, daß sich bei psychosomatischen Erkrankungen eine Heilungstendenz zeigt. Und in solchen Fällen erachte ich die nicht-invasive Therapie für eine gute Lösung. Aber Homöopathie ist wie alles, das ausschließlich auf dem Glauben an die Wirkung beruht, dazu prädestiniert, von Scharlatanen mißbraucht zu werden. Und dann auf Kosten der Patienten. Außerdem sollte man Homöopathie nicht mit Naturheilkunde verwechseln. Vor allem aber sollte man stets skeptisch sein gegenüber unbewiesenen Hypothesen einzelner Sonderlinge, gerade im psychologischen Bereich (beispielsweise Freuds Phasenhypothese, übrigens die klassische Freud’sche Fehlleistung...).
Und demnächst besprechen wir in der Medizin nicht nur Studien, sondern auch Warzen, und lernen, was man tun muß, wenn Jupiter im dritten Haus steht oder ein Porsche vor dem Saturn parkt oder ein Mars im zweiten Kühlfach liegt und unser Aszendent Schnupfen hat: bei Vollmond dreimal um eine knorrige Eiche laufen... (grins) Aber natürlich nur, sofern wir bis dahin nicht von Außerirdischen entführt oder von bösen Dämonen verhext sind... Und wenn der Rechner mal nicht läuft, legen wir einfach einen Mistelzweig daneben, der löst dann das Problem und bewahrt uns zudem auch sonst garantiert vor Datenverlust.
Denken ist mehr als nur ein Informationsaustausch zwischen Synapsen. Art und Umfang dieses Austausches machen das Denken aus.
Kreatives Denken bedeutet, von einem Ausgangspunkt aus zu vielen Zielen gelangen zu können. Leider ist es bei den meisten genau umgekehrt, sie kommen, gleich von welchem Ausgangspunkt aus, immer zum gleichen vorgefaßten Ziel.
Würde Dummheit zum Schweigen zwingen, es wäre sehr still auf dieser Welt.
Eine Rede, die nicht gehalten wird, wird leicht hinfällig.
Kunst wird nicht dadurch gut, daß sie teuer ist.
Mit seinen 10 Fingern kann man rechnen, mit allem anderen muß man es sogar.
Wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht.
Mittlerweile ist man schon soweit, mit Schweinen, die mit menschlichen Genen manipuliert wurden, als Organspender zu experimentieren. Wird ein Schwein dem Menschen dadurch noch ähnlicher? (Der umgekehrte Fall ist ja schon länger bekannt...)
Rechtschreibreform: "ss" statt "ß". Da scheiß ich drauf und es ist mir egal, ob ich das mit "ß" oder mit "ss" tu. Philosophie werde ich jedenfalls auch weiterhin mit neutralem pH schreiben.
Eine Entscheidung steht erst fest, wenn sie gefallen ist.
Die Höflichkeit schweigt, obschon sie einiges zu sagen hätte.
Das Ende eines Chancen bietenden Zeitraums kommt für alle zu früh: Für die, die merken, daß sie die Chancen nicht genutzt haben, und für die, die sie noch länger nutzen möchten.
Es ist eine deutliche Fortentwicklung zu verzeichnen - fort von den ursprünglichen Zielen.
Man muß eine Überlegung erst anstellen, damit sie läuft.
Zeit ist wie Eis: Sie schmilzt um so schneller, je größer der Druck ist. Subjektiv. Abhängig von Interesse und Priorität kann Zeit auch sehr langsam vergehen, wenn man sie nicht hat, oder aber auch sehr schnell. Bei interessanten und angenehmen Dingen vergeht sie relativ schneller als bei uninteressanten und unangenehmen.
"Aber man hört doch immer, daß es funktioniert" - weil man nie hört, wenn es nicht funktioniert.
Manchmal genügt es nicht, heimlich zu üben - gelegentlich muß man auch mal unheimlich üben.
"Auf einem Bein kann man schlecht stehen" - auf keinem Bein noch schlechter.
Wahre Kämpfernaturen kämpfen um jeden Satz und ringen um jedes Wort...
Das Fliegen in seiner gegenwärtigen Form ist ineffizient, da die Essenz des Fliegens auf der Erde eigentlich nicht in der Verdrängung von Luft zu sehen sein sollte, sondern in der Ausschaltung der Erdanziehung.
Rauchen bewegt sich oft hart an der Grenze zwischen Verlegenheitsgeste und zwanghafter Handlung.
Ob Raucher ("Nikotinjunkies") auch ohne Zigarette telefonieren können?
Die Abhängigkeit von der Zigarette wird von Rauchern als Ausdruck von Unabhängigkeit fehlgedeutet.
Neugier ist nicht immer ein Ausdruck von Intelligenz.
"Früher war alles viel besser" - Klar, und morgen geht die Welt unter.
"Wenn das so einfach wäre, würde das jeder tun" denkt jeder und läßt es sein.
Ruhm ist in der kleinsten Bütte.
Sobald etwas alltäglich wird, verliert es den Reiz des Besonderen.
Der "herzliche Glückwunsch" ist im Unterschied zum Vorab-Glückwunsch paradox, weil man jemandem etwas wünscht, das er bereits haben mußte, um es gewünscht zu bekommen.
Ist jemand, der aufgeweckt ist, auch ausgeschlafen?
Wer sich keine Vorstellung machen kann, macht sich meistens eine falsche.
Zur Überlegung, ob man über seinen eigenen Schatten springen kann: Ja, wenn über einem eine den Schatten erzeugende Lampe an einer bogenförmigen Vorrichtung befestigt ist, an der sie von einer Seite zur anderen über einen hinwegbewegt werden kann, während man springt.
Zur Halbwertszeitberechnung: Endmenge = Anfangsmenge * (0,5 hoch (Zeit/Halbwertszeit))
Zeh'n hoch.
Die Presse setzt Menschen unter Druck.
Cabaret ist etwas für langbeinige Frauen, Kabarett für kurzatmige Männer.
Man kann Probleme und Mißstände nicht totschweigen, nur weil eine kritische Äußerung als feindliche Gesinnung fehlinterpretiert werden könnte.
Die Unfähigkeit, etwas besser machen zu können, bedeutet nicht zugleich auch eine Unfähigkeit, einen Mangel zu erkennen.
Durch Kritik an den Werken und der Leistung anderer werden die eigenen Werke und Leistungen auch nicht besser.
Nichts wird schon alleine dadurch besser, daß man es nicht leugnet.
Es ist anmaßend, zu glauben, man wisse besser als andere, was für diese gut ist.
Es ist das Vorrecht der Dummen, sich als nicht dumm zu bezeichnen.
Wer andere links liegen läßt, ist nicht unbedingt auf dem rechten Weg.
Probleme bereiten erst dann Kopfzerbrechen, wenn man über sie nachdenkt.
Probleme hat man nur, wenn man darüber nachdenkt. Probleme löst man nur, wenn man darüber nachdenkt.
Wissen ist Macht und Information ist der Schlüssel dazu.
Leute, die sich aushalten lassen, kann man nicht aushalten.
Eine negative Einstellung ist nicht gleichbedeutend mit einer kritischen Sichtweise.
Humorlosigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Reife und Ernsthaftigkeit.
"Entschuldigung" ist paradox, weil es unhöflich erscheint, nicht um diesen Vorteil zu bitten.
Zwischen Bemutterung und Bevormundung ist oft nur ein schmaler Grat.
Die Dummen sind unter uns. Und dort sollen sie auch bleiben.
Die sinnvollste Erfindung unserer Zeit ist zweifellos die bei ihrer Einblendung das halbe Bild verdeckende Anzeige des Lautstärkepegels bei Fernsehern, denn wie sollst sollte man wissen, daß die Lautstärkeänderung keine Einbildung ist?!
Nicht auf die Größe der Wörter kommt es an, sondern auf die Größe der Worte.
Delegieren heißt, eine Aufgabe, die man nicht erledigen kann oder will, einem anderen zu übertragen und anschließend die Lorbeeren zu ernten.
Nicht hinter jedem Horizont geht's weiter.
Besonderes wird dann besonders besonders, wenn es weg ist.
Man lernt nie aus, es sei denn Fehlern.
Das Gedächtnis ist ein Sieb, nur ist es die Frage, ob es die wichtigen Dinge zurückhält oder durchläßt.
Ich bleibe gelassen, wenn man mich läßt.
Eine Reaktion ist eine solche nur auf eine subjektive Interpretation, nicht auf einen objektiven Vorgang.
Naturgemäß wird ein Korinthenkacker nur selten zum Goldesel.
Wir sind nur Farbkleckse auf der Leinwand des Universums.
Vorschriften sind für Leute ohne eigenes Beurteilungs- und Entscheidungsvermögen.
Man sollte Toleranz nicht soweit ausdehnen, daß sie zu Gleichgültigkeit verkommt.
Das Optimum: alt werden und dabei jung bleiben.
Schönheit vergeht. Dummheit bleibt.
Nichts kann so abwegig erscheinen, als daß es nicht doch irgendwann eintritt.
Alles ist verbraucht. Wir brauchen eine neue Gene-Ration.
Never change a winning team - except for a better winning one.
Wenn man etwas nicht versteht, dann muß es Kunst sein.
Paradox ist, wenn man sich auf die Schienen legt, nachdem der Zug abgefahren ist.
Und an der Friedhofsmauer warte ich mit einer Trauerkarte.
Es ist nicht nur das Kleinvieh, das Mist macht.
Wenn man die Täuschung als solche erkennt, ist sie weg und man ist ent-täuscht.
Es muß erst etwas passieren, damit etwas passiert.
Um auf großem Fuß leben zu können, muß man einen stabilen Absatz haben.
Wenn man jemanden nur oft und lange genug tritt, dann tritt er irgendwann zurück.
Wer gut und fähig ist, kann sich Souveränität leisten. Unfähige müssen blenden.
Farbe bekennen, ohne rot zu werden.
Bei einem Vorstellungsgespräch sollte auch die eigene Vorstellung zur Sprache kommen.
Nicht jeder, der nicht umgänglich ist, ist unumgänglich.
Wenn dies der aktuelle Stand der Evolution ist, haben wir noch einen weiten Weg vor uns.
Vielen Profilneurotikern eigen ist der Glaube, in ihnen stecke ein Profi. Einmal davon abgesehen, daß bei uns Glaubensfreiheit herrscht, so beschränkt sich die Gemeinsamkeit häufig auf 5 Buchstaben.
Ironie ist die Waffe des Unsouveränen..
Das Lebensziel ist nicht ein langes, sondern das ewige Leben. Große Taten mögen das Leben verkürzen, verschaffen zugleich jedoch Unsterblichkeit.
Wer sich Arroganz erlauben kann, hat sie nicht nötig.

 
 
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* Die Sprücheküche® *
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